
Trockenmauern aus regionalem Gneis – Lebensraum statt Schotterwüste
Handgesetzt ohne Mörtel, mit Natursteinwegen und Ruderalflächen, die Vögeln, Insekten und Reptilien einen Lebensraum bieten. So sieht naturnaher Gartenbau im Zürcher Oberland aus.
Kein Mörtel, keine Versiegelung, keine Schotterwüste
Naturnaher Gartenbau bedeutet: Wir arbeiten mit Materialien, die zur Region passen, und mit Methoden, die Lebensraum schaffen statt zerstören. Eine Trockenmauer aus regionalem Gneis, handgesetzt ohne Mörtel, ist nicht nur eine Stützmauer – sie ist ein Biotop. Jede Fuge ist ein Nistplatz, jeder Stein ein Sonnenplatz für Reptilien.
Wir versiegeln keine Flächen. Wege aus Kies und Natursteinplatten lassen Regenwasser versickern – das entlastet das Kanalsystem und speichert Feuchtigkeit im Boden. Ruderalflächen als Pioniervegetation bieten blühende Vielfalt auf magerem Standort.

Trockenmauern aus regionalem Gneis
Eine Trockenmauer wird ohne Mörtel gesetzt – die Steine halten durch ihr Eigengewicht und die Kunst des Setzens. Das macht sie frostsicher (kein Mörtel, der reisst) und zu einem Lebensraum: In den Fugen nisten Wildbienen, auf den Steinen sonnen sich Mauereidechsen.
Wir verwenden Gneis aus dem Zürcher Oberland – nicht importierten Granit. Gneis ist regional verfügbar, hat eine warme Tönung, die zur Landschaft passt, und ist rutschfest auch im nassen Zustand. Der Transportweg ist kurz, der ökologische Fussabdruck klein.
- Handgesetzt ohne Mörtel – frostsicher und langlebig
- Regionale Herkunft aus dem Zürcher Oberland
- Lebensraum für Mauereidechsen, Wildbienen und Igel
- Wärmespeicher: Gneis gibt Sonnenwärme langsam ab
Gneis statt Granit – warum regional wichtiger ist als edel
Granit ist edler, härter und teurer – aber er kommt aus dem Tessin oder der Zentralschweiz. Der Transportweg verdoppelt den ökologischen Fussabdruck. Gneis aus dem Zürcher Oberland ist regional verfügbar, hat eine warme Tönung, die zur Landschaft passt, und kostet weniger. Für einen naturnahen Garten in Uster ist Gneis die naheliegende Wahl – im wahrsten Sinne.
Trockenmauern speichern Wärme: Gneis nimmt Sonnenenergie auf und gibt sie langsam ab. Das schafft ein Mikroklima, das Mauereidechsen und Insekten nutzen. Eine Betonmauer mit Fugenverfugung bietet das nicht – sie ist tot. Eine Trockenmauer ohne Mörtel ist lebendig, und sie altert schön: Moose und Flechten besiedeln die Steine, und mit den Jahren wird sie Teil des Gartens, nicht nur eine Einfassung.
Hangterrassierung am Greifensee-Hang, Uster

Familie Keller, Hanggarten am Greifensee
Ein 220 m² Hanggarten mit 15 % Neigung und schwerem Lehmboden. Bei Starkregen rutschte der Boden ab, der bisherige Rasen war lückig und erosionsanfällig. Die Aufgabe: Terrassierung ohne Beton, Erosionsschutz und gleichzeitig Lebensraum schaffen.
Wir setzten eine 40 m lange Trockenmauer aus regionalem Gneis – in drei Stufen, handgesetzt ohne Mörtel. Hinter jeder Stufe eine Kiesschicht als Drainage, darauf frostsichere Natursteinplatten als Sitzplatz. Die Rabatten bepflanzt mit Stauden, die auf Lehmboden und bei Sonne gedeihen.
Am Hangrand eine Wildblumenmischung gegen Erosion. Heute: Kein Bodenabtrag mehr bei Starkregen, Mauereidechsen auf den Steinen, und die Familie hat drei Sitzplätze auf verschiedenen Höhen – mit Blick auf den Greifensee.
Wege, die Wasser durchlassen und Frost überstehen
Ein Weg im naturnahen Garten ist nicht versiegelt. Wir verlegen Natursteinplatten auf Kies ohne Betonfundament – das lässt Regenwasser versickern und ist frostsicher, weil sich der Untergrund bewegen kann. Kieswege sind die natürlichste Form: durchlässig, pflegeleicht, und sie klimpern leise unter den Füssen.
Kräuterspiralen aus Naturstein kombinieren Weg und Nutzen: In der Spirale wachsen Kräuter auf verschiedenen Höhen – trocken oben, feucht unten. Eine naturnahe Beeteinfassung, die gleichzeitig ein Standortmosaik schafft.
Was eine Trockenmauer alles bietet
Wildbienen & Insekten
Die Fugen einer Trockenmauer sind Nistplätze für solitäre Wildbienen. Eine handgesetzte Mauer ohne Mörtel bietet hunderte Hohlräume – ein Betonmauer bietet keinen einzigen.
Mauereidechsen
Gneis speichert Wärme und gibt sie langsam ab. Reptilien nutzen die Steine als Sonnenplatz und Rückzugsort. Im Zürcher Oberland sind Mauereidechsen durch solche Strukturen erhalten geblieben.
Igel & Kleinlebewesen
Totholzhaufen und Steinstrukturen am Fuss der Mauer bieten Igel und Insekten Winterquartiere. Eine naturnahe Struktur ersetzt Dutzende künstliche Insektenhotels.
Durchlässige Beläge
Wege aus Kies und Natursteinplatten ohne Betonfundament lassen Regenwasser versickern. Keine Versiegelung, kein Oberflächenwasser, kein Druck auf das Kanalsystem.
Gneis, Granit, Kalkstein – was passt wo
| Stein | Herkunft | Einsatz |
|---|---|---|
| Gneis | Zürcher Oberland | Trockenmauern, Hangtreppen, Wege – unser Standardstein |
| Granit | Zentralschweiz / Tessin | Sichtbereiche mit repräsentativem Charakter, wenn Budget passt |
| Kalkstein | Jura | Dekorative Elemente, nicht für Hanglagen mit Staunässe |
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